Der erste Schritt ins Feuer!

Oh Gott ich hab solche Angst!

Wenn ich diesen Schritt gehe, dann gibt es kein Zurück mehr! Wenn ich diesen Schritt wage, dann verbrennt es mich! Und dann … ist nichts mehr, wie es war! Ich werde sterben und nichts bleibt mehr übrig von mir.

„Dreh dich um und gehe zurück“, flüstert mir mein Verstand.

„Unmöglich“, rebelliert mein Herz! „Viel zu lange habe ich gewartet. Viel zu lange mich zurückgehalten. Viel zu lange habe ich mich im Schutze der Finsternis versteckt. Eher würde ich sterben!“.

„Was treibt mich da gerade? Ist es Wut? Ist es Schmerz? Ist es Wahnsinn?“, fragt mein Verstand fassungslos.

„Nein!“, flüstert meine Seele, „Es ist Liebe“.

Ich gewähre mir einen letzten Atemzug, hole tief Luft und halte inne.

Die Zeit steht still; die Ewigkeit blickt durch mich. Wie im Zeitraffer sehe ich noch ein Mal das Leben, bevor ich den Griff lockere, und aufhöre festzuhalten.

Ich lasse mich fallen und gebe die Führung ab … mein Körper zittert, mein Herz bebt, meine Seele schreit, mein Ego stirbt!

Endlich! Endlich ist da Frieden … endlich ist da Stille … endlich ist da Klarheit!

Und auch das wird von der Stille verschluckt …

Hier bin ich Zuhaus … hier bin ich!

Doch nichts bleibt … ich schließe meine Augen und „sehe“ …

Das Feuer und ich sind eins.